Unter mehr als 100 Teilnehmern nahmen am 14. April 20 Karateka des Dojos Saarhölzbach/Freudenburg in Warendorf (Nordrhein-Westfalen) am 14. Nagai Cup und der Nachwuchsmeisterschaft ihres Verbandes SHOTOKAN KARATE INTERNATIONAL DEUTSCHLAND in Einzel- und Mannschaftsdisziplinen teil.
Bereits um 10:00 Uhr morgens begann der Nachwuchs mit den Kata-Wettkämpfen. Die Vorrunden wurden zunächst durch Flaggenentscheid, danach im Punktesystem ausgetragen.
Während François Hartert früh in der Disziplin Kata ausschied, konnte er sich anschließend im Kumite bis auf den 2. Platz vorkämpfen.
Sebastian Donkel hingegen, der in derselben Alters- und Gürtelklasse antrat, wusste mit seiner Kata Heian Nidan die Kampfrichter zu überzeugen und erreichte einen starken 2. Platz, wobei er im Kumite erfolglos blieb.
Gleichzeitig lieferten Sabrina Thieser sowie Anaïs Useldinger in ihrer Klasse spannende Kata-Kämpfe und stachen durch ihre hervorragende Technik und Power im Starterfeld heraus. Im Finale traten beide schließlich gegeneinander an und machten es den Kampfrichtern nicht leicht. Am Ende siegte schließlich Sabrina mit 0,1 Punkten Vorsprung und konnte somit Anaïs vom 1. Platz verdrängen. In der Disziplin Kumite erreichte Sabrina einen hervorragenden 2. Platz.
Conny Kaiser schied unglücklicherweise in beiden Kategorien frühzeitig aus, obschon sie dem Publikum eine technisch sehr saubere Kata darbot.
Marcel und Michelle Pott sowie Anne Gerber mussten sich in ihrer Klasse gegen ein großes Starterfeld durchsetzen. Nach mehreren Runden standen sich bereits jeweils alle 3 Freudenburger Uesugis gegenüber und kämpften um einen Podiumsplatz.
Während Michelle den Einzug ins Halbfinale leider nicht schaffte, konnten Anne und Marcel in mehreren spannenden Duellen in den Disziplinen Kata und Kumite jeweils den 2. sowie 3. Platz belegen.
Janik Hartert wusste sich in einer fast 15-Mann großen Gruppe aus Gelb- und Orangegurten ebenfalls durchzusetzen und erreichte so den 2. Platz in Kumite und mit einer starken Heian Nidan den 3. Platz in Kata.
Jason Hartert hatte es in seiner Klasse nicht leicht. Trotz einer sauberen Heian Sandan konnte er sich gegen die körperlich stärkeren Violettgurte leider nicht durchsetzen. Trotzdem ist sein enormer Kampfgeist positiv hervorzuheben!
Ähnlich ging es Alina Useldinger, die ebenfalls in den Einzelkategorien unglücklich ausschied. Dafür konnte sie sich jedoch umso mehr in der Disziplin Kata-Mannschaft zusammen mit Sabrina Thieser und Anne Gerber gegen die vielen Kinder-Teams, darunter auch unsere 2. Mannschaft, bestehend aus den Geschwistern Pott und Yanik Hartert, erfolgreich durchsetzen und sich somit einen 3. Platz auf das heiß umkämpfte Podium sichern.
Auch Steffen Berndt wusste sich in seiner Paradedisziplin Kata zu profilieren und schaffte unter den Erwachsenen mal wieder den Sprung aufs Treppchen.
In gleicher Weise stand Hendrik Dührs erster Auftritt bei einer Nachwuchsmeisterschaft unter guten Sternen. Im Kihon-Ippon Kumite wusste er mit einem starken Auftritt in der Grün- und Violettgurt-Klasse zu überzeugen und konnte so einen sehr guten 4. Platz erreichen. Von ihm werden wir in Zukunft sicherlich noch mehr hören!
Spannende Kämpfe lieferten sich ebenfalls Samuel Berndt, David Kaiser und Marvin Scholer in der Violettgurt-Klasse. Während Samuel leider schon früh gegen einen starken Gegner ausschied, bissen sich David und Marvin im Kumite bis zu den Finalkämpfen durch und standen sich schließlich in der Endrunde gegenüber. David gewann dieses Duell letztendlich für sich und erreichte auch mit einer hervorragenden Heian Yondan in der Disziplin Kata den 2. Platz. Leider gelang es ihm nicht, den Sieger vom Vorjahr zu entthronen.
Alexandre Richter trat in der Braungurt-Gruppe gegen ein großes Starterfeld an. Während er die 2. Runde mit seiner starken Kata Jion erreichte, schied er im Kumite (Freikampf) leider frühzeitig aus, obschon er beim Gegner einige gute Treffer landen konnte und diesen ordentlich zusetzte.
In der Kata-Mannschaftsdisziplin musste das Dojo Uesugi Kenshin in letzter Minute ein neues Kata-Team zusammenwürfeln, da Guiseppe Castronovo doch nicht bei der Meisterschaft starten konnte. Marvin Scholer, Sebastian Donkel und François Hartert hatten somit ihr erstes gemeinsames Training am Meisterschaftstag, lieferten eine gute Heian Nidan ab und erreichten damit erfreulicherweise den 3. Platz.
Das eingespielte Kata-Team (2. Platz), bestehend aus David Kaiser, Alexandre Richter und Marvin Brittnacher, konnten sie aufgrund dessen hoher Synchronität und Erfahrung jedoch nicht schlagen.
Das Kumite-Team (2. Platz) setzte sich aus Alexandre Richter, Sebastian Donkel und Marvin Brittnacher, der bereits in den Einzeldisziplinen mit zwei 1. Plätzen brillierte, zusammen und konnte sich in der Finalrunde leider nicht gegen das Dojo Ouchi aus Dresden durchsetzen.
Die Kämpfe des Nagai Cup ab 18 Jahren nach den Turnierrichtlinien des S.K.I.D. begannen am frühen Nachmittag und dauerten bis zum Abend.
Im Freikampf konnte Stefan Zimmer mit viel Kampfgeist zwei Kontrahenten schlagen, indem er mehrere kritische Treffer an den Köpfen der Gegner landete, verpasste dann jedoch nach einem langen Kampf den Einzug ins Viertelfinale.
Alexander Schreiner musste sich bereits früh im Kumite gegen einen starken Schwarzgurt geschlagen geben und verpasste auch im Kata die Chance, die nächste Runde zu erreichen.
Stefan Zimmer schaffte es mit seiner Kata Enpi hingegen bis in die Finalrunden. Dort erreichte er mit einer schönen Kanku Dai hohe Wertungen. Für den Schritt aufs Treppchen reichte es jedoch nicht ganz. Mit einer Durchschnittswertung von 7,5 belegte er einen sehr guten 4. Platz.
Insgesamt betrachtet sorgte das Karate Dojo Uesugi Kenshin um Trainer Lothar Sensei Müller mit vier 1. Plätzen, elf 2. Plätzen und sechs 3. Plätzen bei der Meisterschaft für eine hervorragende Wettkampfbilanz und kann sich daher erstmals den Titel des besten Dojos auf dieser Meisterschaft zuschreiben.